Ein Dritter Ort ist der Raum dazwischen – wo Nachbarn zu Freunden werden, wo Ideen entstehen und Kultur gemeinsam gelebt wird.
24 Türchen, 24 Abende, ein Ort: Im Dezember 2025 wurde die Brauerei zum lebendigen Adventskalender. Jeden Abend öffnete sich eine neue Tür – mit Musik, Lesungen, Kunst und Begegnung.
Nachbarn, Künstler und Vereine gestalteten gemeinsam ein Programm, das zeigte, was ein Dritter Ort sein kann: ein Raum, der Menschen zusammenbringt – ganz ohne Schwelle.
Zur Weihnachtszeit 2025 haben Groß und Klein gemeinsam den Gärkeller geschmückt. Mit Farbe, Papier und viel Fantasie wurde aus dem historischen Gewölbe ein festlicher Ort – von der Nachbarschaft, für die Nachbarschaft.
Genau so funktioniert die Brauerei: Menschen packen an, bringen Ideen mit und gestalten ihren Ort selbst. Kein Konzept von oben – sondern Kultur von allen.
Der Soziologe Ray Oldenburg prägte den Begriff: Der Erste Ort ist das Zuhause, der Zweite Ort die Arbeit. Der Dritte Ort ist der informelle Treffpunkt dazwischen – das Café, die Bibliothek, der Marktplatz.
Dritte Orte sind niederschwellig, inklusiv und gemeinschaftsstiftend. Sie sind Räume, in denen Menschen unterschiedlichen Alters, verschiedener Hintergründe und mit unterschiedlichen Interessen aufeinander treffen – ohne Konsumzwang, ohne Eintrittsbarriere.
Das Land NRW hat das Förderprogramm „Dritte Orte" ins Leben gerufen, um genau solche Räume zu schaffen und zu stärken. In der ersten Runde wurden 26 Initiativen gefördert – mit unterschiedlichen Ansätzen, Geschichten und Zielen. Die Brauerei Schwelm ist eine davon.
Für alle.
Die Brauerei am Rathausplatz ist seit 1830 Teil des Schwelmer Stadtbildes. Ein markantes Backsteingebäude mitten in der Altstadt – mal Brauerei, mal Lager, mal Werkstatt.
Heute steht das Gebäude vor einer neuen Bestimmung: als Ort für Kultur, Begegnung und Gemeinschaft. Die Sanierung ist umfangreich – Dach, Wände, Installationen. Aber mit jeder Förderung, jeder Spende und jedem Arbeitseinsatz kommt die Brauerei ihrem neuen Leben näher.